Tuscia – das Land der Etrusker

Die Etrusker gehören zu den wichtigsten Populationen der ältesten Geschichte Italiens. Viele interessante Kulturgüter, die dieses Volk sehr weit entwickelt hatte, gingen verloren, jedoch einiges ist uns noch heute erhalten. In diesem am meisten von den Etruskern besiedelten Terrain, was Teile der Toskana, des Latium und Umbriens betrifft, werden Sie eine Reise erleben, die Sie weit in die Geschichte zurück führt und dabei auch schon in die „jüngere Zeit“ begleitet, zu den phantastischen Gärten, die Noble und Päpste entstehen ließen.

Programm
1.Tag: Ankunft im Reich der Etrusker
Ankunft in Ihrem 4*-Hotel am Bolsenasee. Check-in und je nach Ankunftszeit noch ein kleiner Ausflug in die Umgebung. Abendessen im Hotel.

2. Tag: Die Via Francigena und ein Kleinod im Bolsenasee
Auf der Via Francigena, der Frankenstrasse, die von Canterbury nach Rom (zum Grab des hl. Petrus) führt mussten hohe kirchliche Würdenträger, Adelige oder zukünftige Könige
nach Rom reisen, um rechtmäßig ihre neuen Ämter und Würdentitel entgegennehmen zu können. Entlang der Via Francigena entstanden weltberühmte Kathedralen und Klöster, die bis heute als Zentren der Spiritualität und der Kultur gelten. Bolsena liegt an dieser Straße und auch der Bolsenasee. Rundherum ist der See idyllisch von den grün bewaldeten Monti Volsinii umgeben. Nach einer Stadtbesichtigung mit der Basilika der heiligen Christina, dem Schauplatz des Fronleichnam-Wunders und der prächtigen Rocca Monaldeschi della Cervara fahren Sie weiter bis Capodimonte und starten von hier aus zur Rundfahrt um die Insel Bisentina, dem Kurort der Päpste Farnese. Bis ins 17. Jahrhundert hinein blieb die Insel ein Ort geistlichen Wirkens. Diese Schifffahrt umfasst auch die Isola Martana, bevor es dann wieder nach Capodimonte zurück geht. Nach diesem sicherlich sehr beeindruckenden Ausflug fahren Sie nach Bolsena zurück zum Hotel. Abendessen im Hotel.

3. Tag: Die sterbende Stadt und der traumhafte Garten
Sie beginnen den Tag mit einer kleinen Stadtbesichtigung von Viterbo. ehemalige päpstliche Residenzstadt und der Mittelpunkt der Tuscia. Das weitere Interesse gilt der sogenannten „sterbenden Stadt“ Bagnoregio.
Die alte Civita hat nicht nur eine reizvolle Altstadt sondern noch eine Besonderheit: sie ist nur über eine ca. 300 Meter lange Fußgängerbrücke zu erreichen. Betrachtet man Civita, das sich von Felsschluchten umgeben auf einem Tuff-Felsen erhebt, aus der Entfernung, so scheint es, als handle es sich um eine Geisterstadt. In einem Restaurant werden Sie ein Mittagsmenü genießen, bevor Sie dann zum Höhepunkt des Tages gelangen, nach Bagnaia.
Die Villa Lante ist eine der feinsten und bedeutendsten Villen des 16.Jh. Der Garten der Villa Lante unterscheidet sich von allen anderen Gärten Latiums und Roms. Hier dominiert der Überfluss an Wasser. Charakteristisch ist das fast gänzliche Fehlen von Blumen. Jedes Augenmerk ist darauf gerichtet dem Garten eine bleibende Wirkung zu vermitteln: murmelndes Wasser und Schatten, das Grün der Bäume und Skulpturen aus Stein, alles ist miteinander verschmolzen, so dass der Garten, unabhängig von der Jahreszeit, ein großartiges Erlebnis darstellt. Am späten Nachmittag kehren Sie ins Hotel zurück.

4. Tag: Die Welt der Gärten mal ganz anders
Heute werden Sie einen Ausflug zur Adelsresidenz in Vignanello unternehmen. Sie werden hier den päpstlichen Palast Ruspoli besichtigen und das Paradebeispiel eines formalen Barockgartens kennenlernen. Das herrschende Element ist die geometrische Form. Hecken, Baumreihen, Teiche und Alleen sind formal gestaltet. Es ist nichts dem Zufall überlassen. Übrigens, das Castello Ruspoli ist nur mit einer Sondergenehmigung begehbar. Die Familie lebt noch heute hier. Auch Ihre Mittagspause wird sich besonders gestalten, denn Sie werden sie zusammen mit einer Weinprobe in dem privaten Barock-Garten bei der Limonaia genießen.
Die Weiterfahrt hat Bomarzo und den einmaligen Parco dei Mostri oder Bosco Sacro zum Ziel. Der 'Parco dei Mostri' ist ein einzigartiger und bizarrer Phantasiegarten. Der Auftraggeber, Vicino Orsini, ließ ihn bewusst als labyrinthisches System anlegen. Der Besucher des Parks ist zugleich Besucher einer anderen Welt, auf deren Naturgesetze er seine Sinne erst einstellen muss. Nach diesen Unikaten kehren Sie am späten Nachmittag ins Hotel zur „realen“ Welt zurück.

5. Tag: Grandiose Werke
Orvieto.
Schon der Name selbst spricht von der langen Geschichte. Orvieto ist aus dem lateinischen Urbs vieto (alte Stadt) entstanden und es wird vermutet, dass dies der Standort der etruskischen Stadt Velzna war, und zu den zwölf Hauptstädten des Etruskerreiches gehörte. Von sehr weiter Entfernung ist diese auf Tuffstein gebaute Stadt sichtbar und selbst hier wirkt sie einfach grandios. Sie beginnen die Besichtigung der Stadt mit dem Dom, der die ganze Stadt dominiert. 1288 begann man unter Baumeister Arnolfo di Cambio mit dem Bau. Bereits zehn Jahre später war der Rohbau fertig. Aber noch lange nicht das vollständige Bauwerk! Im Innenraum des Doms ist die Capella Nuova mit dem berühmten Freskenzyklus von Luca Signorelli (ab 1499) besonders hervorzuheben. Der Zyklus ist für die italienische Malerei von großer Bedeutung, da Signorelli vor allem bei der Komposition und Zeichnung der zahlreichen Figuren deutlich über die Möglichkeiten seines Lehrmeisters Piero della Francesca hinausgeht. Viele Geschichten sind mit diesem gewaltigen Bauwerk verbunden und Sie dürfen darauf gespannt sein!
Nach einem hervorragenden Mittagsmenü in einem der ältesten und renommiertesten Restaurants der Stadt folgen die Besichtigung der unterirdischen Stadt und eine Wanderung um den Tuffsteinfelsen bis zur etruskischen Nekropolis Crocefisso del Tufo.
Am späten Nachmittag kehren Sie ins Hotel zurück.

6. Tag: Menschliche Künste und natürliche Gewalten
Heute Morgen fahren Sie zum Vico See mit einem kleinen Aufenthalt und dann weiter nach Caprarola zu dem bedeutendsten Bauwerk der Spätrenaissance, dem Palazzo Farnese, einem Meisterwerk des Vignola. Hier trifft der Besucher auf eine der wohl ungewöhnlichsten Villen Latiums, nicht zuletzt weil es der einzige Palazzo in pentagonaler Bauform ist. Im Jahr 1558 beauftragte Kardinal Alessandro Farnese den damals wohl begehrtesten Baumeister Giacomo Barozzi da Vignola ein Kastell zu einem prachtvollen Repräsentationsbau umzugestalten.
Auf dem Rückweg haben Sie einen Aufenthalt in Montefiascone. Der Ort liegt im Gebiet eines der vier Hauptvulkane! Dies ist aber nicht der Grund Ihres Besuchs, sondern der Wein. Erfahren Sie mehr zur Geschichte des „Est! Est!Est!“ während Sie ein Gläschen oder auch zwei verkosten. Rückkehr ins Hotel.

7. Tag: Etruskische Vermächtnisse
Heute genießen Sie eine Fahrt die zunächst über Pitigliano führt, über hohen Felswänden gebaut ist es eine der malerischsten kleinen Ortschaften der südlichen Toskana. Danach geht es nach Sovana mit einer Besichtigung der Ortschaft, die dominiert wird von der Festung Rocca Aldobrandeschi. Um das 7. Jh.v.Chr. gründeten die Etrusker in diesem Gebiet die ersten Siedlungen. Daraus entstand der Bund zwischen Sovana, Sorano, Pittigliano, Roselle und Vetulonia. Orte, wo man noch heute ihre fortschrittliche Kultur bestaunen kann. Nun können Sie von den Thermalbädern in Saturnia Gebrauch machen und sich nach diesen erlebnisreichen Tagen entspannen. Ein geruhsames Abendessen werden Sie dann zum Abschluss Ihrer Reise genießen.

8. Tag: Abschiednehmen
Es ist der Tag der Abreise mit hoffentlich vielen schönen Erinnerungen.
© ulla kastner

Mindestteilnehmerzahl: 12 Teilnehmer

Reisedaten:
23. bis 30. Mai 2012
18. bis 25. Oktober 2012

Unterbringung und Leistungen:
7 x Unterbringung in HP im 4*-Hotel in Bolsena
5 x Mittagessen mit lokalen Spezialitäten
7 x Abendessen wie angegeben
Ständige deutschsprachige professionelle Reiseleitung
Alle Besichtigungen geführt
Transfers vor Ort

Nicht enthaltene Leistungen:
Anreise
Getränke, wenn nicht anders angegeben
Reiserücktrittsversicherung
Eintritte (da bei +65 teilweise befreit)
Trinkgelder und persönliche Ausgaben
Schifffahrt rund um die Inseln Bisentina und Martana

Preis je Person im DZ: € 1.185,00
Preis für DZ als EZ: € +17
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