Basilikata und ein wenig Apulien
Genusswandern in Italiens Süden
20. bis 27. September 2011
Die Basilikata gehört zu den Regionen im Süden Italiens, die irgendwie „vergessen“ wurde. Früher gefürchtet wegen Banditen und heute durch mangelnde Verkehrsanbindungen ins Abseits des Tourismus geraten. Wer jedoch eine Reise in diese Region des Mezzogiorno Italiens unternimmt, der wird in jeder Beziehung grandiose Erlebnisse mit nach Hause nehmen. Reich an Kultur und Natur, ursprünglichen kulinarischen Genüssen und Gastlichkeit. Die Landschaft wechselt vom Meer bis zum Gebirge und lässt uns bei deren Anblick einfach nur ins Staunen geraten. Matera und Maratea, zwei Orte, vollkommen verschieden in ihrer Eigenart, oder die Städte der Ordensritter und des Staufers Friedrich II., endlose Kornfelder und enge Sträßchen - ein kulturelles Highlight folgt dem anderen und dies alles ohne Touristenmassen! Es ist eine Region mit der längsten Geschichte Italiens, die noch zu den wenigen unentdeckten in Italien gehört und dennoch einfach nur Grandioses bietet.
Programm
1. Tag: Benvenuti
Sie kommen in Bari am Morgen an. Nach der Abholung am Flughafen geht es nach Matera Ihrer ersten Station (ca. 1 Std.). Check-in im Hotel und danach Zeit zur Entspannung. Das Abendessen nehmen Sie in einem Restaurant inmitten der Sassi, der Felsenstadt mit lokalen Spezialitäten ein.
2. Tag: Felsenwohnungen und tiefe Gräben
Der heutige Tag ist der einmaligen Stadt Matera mit ihren berühmten Sassi, ihren Felsenwohnungen gewidmet. Nicht umsonst ist Matera seit 1993 zum Weltkulturerbe erklärt worden. Mit einer Stadtführerin werden Sie die wohl älteste Stadt der Welt und ihre Monumente kennen lernen. In einem typischen Restaurant genießen Sie die lukanischen Spezialitäten. Am Nachmittag staunen Sie bei den Felskirchen auf der Murgia Materana, die ein einzigartiges Zusammenspiel von Natur und Kultur ergeben (kleine Wanderung ca. 1,5 Stunden). Nach diesem spektakulären Tag können Sie bei einem kulinarischen Abendessen das Gesehene nochmals Revue passieren lassen.
3. Tag: Apulien - Friedrich II., der Staufer und die Alta Murgia
Am Vormittag beginnen Sie den Tag mit einem Besuch des berühmten Castel del Monte, das zwar in Apulien liegt, jedoch wesentlicher Teil der Stauferburgen Friedrichs II. darstellt. Selbst der Umstand, dass er es nie selbst bewohnt hat, ändert nichts daran, dass es nach seinen Entwürfen gebaut wurde und ein unvergessliches Erlebnis in seiner grandiosen Bauweise darstellt. Nach diesem eindrucksvollen Besuch geht das Staunen weiter auf der Hochebene des Parco Nationale dell’ Alta Murgia. Die Kräfte der Erosion haben in Jahrtausenden die Landschaft der Murgia geformt. Hier werden Sie eine kleine Wanderung von ca. 1 Std. unternehmen, was sicherlich ebenfalls mit Ihrer Erinnerung verbunden bleiben wird. Am späten Nachmittag kehren Sie nach Matera zurück, wo Sie das Abendmenü einnehmen werden.
4. Tag: Die Bewegungen der Erde
Am heutigen Vormittag werden Sie zu Ihrem nächsten Hotel in Maratea aufbrechen. Die ca. 3-stündige Fahrt wird unterbrochen von einer Stippvisite in Tursi und Craco. Tursi ist von weitem zu sehen durch seine Position hoch über dem Basentotal. Wie viele Städte in der Basilikata existierte hier schon eine Ansiedlung 700 v.Chr. Ihr heutiges Aussehen verdankt die Stadt einem großen Erdrutsch im 17. Jahrhundert.
Von hier oben genießen Sie einen Blick über das ganze Tal und seinen ausgeprägten „Calanchi“ (Erosionen), die das Markenzeichen dieses Gebiets darstellen.
Auf der Weiterfahrt liegt unweit der 1975 aufgegebene Ort Craco. Mit seinen unbewohnten, wettergebeutelten Häusern, über denen nur der intakte normannische Turm herausragt, bildet diese Geisterstadt sicherlich eine einprägsame Erinnerung. Am Nachmittag erreichen Sie dann Ihr Hotel am Strand von Maratea - Acquafredda. Im Hotelrestaurant werden Sie einen bezaubernden Blick über das Meer haben und die Köstlichkeiten der Basilikata serviert bekommen.
5. Tag: Maratea – mediterraner Zauber
Azurblaues kristallklares Wasser, Sandstrand, Bougainvillea bewachsene pastellfarbene Häuser, die Stadt hingeschmiegt an den Berg und über all dem Zauber - wie in Rio - eine riesige Christusfigur auf dem Monte San Biàgio, das ist Maratea. Es lässt sich ein Vergleich mit dem kampanischen Positano nicht umgehen, jedoch ohne die Touristenmassen und die entsprechenden Preise. Nach einer kleinen Stadtbesichtigung am Morgen werden Sie alle Vorzüge dieser Stadt auf eigene Faust genießen können oder den Strand des Hotels nutzen, der Ihnen eine fantastische Wasserqualität bietet. Abendessen im panoramareichen Restaurant des Hotels.
6. Tag: Die vielen Gesichter einer Region
Nach dem erholsamen Vortag an der Küste erleben Sie heute ein ganz anderes Gesicht der Basilikata. Der Nationalpark des Pollino mit seinen Gipfeln, die teilweise über 2000 m hoch sind, bietet viele Möglichkeiten zum Wandern oder Biken. Hier oben werden Sie eine kleine Wanderung von max. 2 Std. unternehmen und dabei den Blick über die herrlichen Wälder schweifen lassen können sowie eine Baumart besonderen Typs kennenlernen, die Panzerkiefer. Für das etwas spätere Mittagessen werden Sie Bekanntschaft mit einem Meisterkoch in Terranova machen. Weit über die Basilikata hinaus ist seine Küche berühmt und sicherlich werden Sie seine Kreationen mit typischen Produkten sehr genießen. Am Nachmittag führt Sie dann der Weg durch dieses erlebnisreiche Pollino in eine ganz besondere Gegend, den lukanischen Dolomiten! Abendessen natürlich ebenfalls wieder landestypisch im Restaurant.
7. Tag: Die Spielzeuglandschaft
Dass die Basilikata teilweise am Meer liegt ist relativ bekannt, dass es in dieser Region auch Gebirge gibt eher weniger. Heute werden Sie die Lukanischen Dolomiten kennen lernen. Die Auffahrt zum kleinen Ort Pietrapertosa ist einfach spektakulär und sehr schnell wird klar, warum dieses Gebirge Dolomiten heißt, denn bis zu 1050 m hohe Gipfel prägen die Natur und sind den „echten“ Dolomiten sehr ähnlich. Die Bewohner nennen die beiden Orte Pietrapertosa und Castelmezzano, nur durch eine tiefe Schlucht getrennt, napoletanische Krippe. Hingeschmiegt an die Felsen wirken die Orte wie eine Postkartenidylle – und eben wie eine Krippe nach Art der Neapolitaner gestaltet. Je nach Wetterlage werden Sie nun eine besondere Erfahrung machen: mit Ochsenkarren geht es los wie zu alten Zeiten und an einem sonnigen Plätzchen dann ein ausgiebiges Picknick gemacht, bei dem alles aufgetischt wird, was aus eigenem Anbau gewonnen wird. Wer gern einen abenteuerlichen Flug über die Schlucht machen möchte kommt mit dem Volo del Angelo auf seine Kosten. Bei einem kleinen Stadtrundgang werden Sie auch die Reste der sarazenischen Bewohner bewundern, die sich bis heute erhalten haben. Am Abend werden Sie bei einem großen Abschiedsabendessen noch einmal die kulinarischen Hochgenüsse Lukaniens, wie der alte Name der Region ist, erleben. Übrigens: hier erwartet Sie eine ganz spezielle Übernachtung – lassen Sie sich überraschen!
8. Tag: Arrivederci
Die Fahrzeit zum Flughafen in Bari beträgt ca. 1,5 Std.
Nach dem Frühstück werden Sie mit hoffentlich vielen unvergesslichen Erinnerungen zum Flughafen in Bari aufbrechen.
©Ulla Kastner
Leistungen:
3 x Ü/F im 3*-Hotel in Matera (exklusives Hotel in den Sassi)
2 x HP in Maratea im 3*- Hotel direkt am Meer mit Privatstand, Abendessen im Hotel
2 x Ü/F in Pietrapertosa (Überraschungsübernachtung)
3 x Abendessen in Matera
2 x Abendessen in Pietrapertosa
Teilweise spezielle Führer
Ständige deutsche Reiseleitung
Transfers ab/bis Bari
Nicht enthalten:
Getränke sowie Trinkgelder
Reiserücktrittsversicherung
Flug oder andere Anreise
Preis pro Pers. im DZ: € 1.029,00
DZ als EZ: + € 196,00
Mittagessenpaket kann zugebucht werden € 144,00